Technik auf den Punkt gebracht: 5 weitere Tipps für knackige Marketing-Texte

Im vorigen Beitrag haben wir uns bereits 5 Aspekte angesehen, die einen gelungenen Text ausmachen. Beachten Sie auch die folgenden Tipps, wenn Sie einen Text mit werblichem Charakter über Technik schreiben – einen Marketing-Text. Denn Sie wollen Ihre Botschaft schnell und klar vermitteln.

Niemand mag Verschachteltes

Halten Sie Ihr neues Produkt für großartig und möchten alles darüber erzählen? Super! Nur bitte nicht alles in einem Satz. Überlegen Sie sich eine sinnvolle Reihenfolge der Argumente. Widmen Sie jedem Argument einen Satz, anstatt alle in mehrfach gegliederte Haupt- und Nebensätze zu verschachteln. Belletristik-Autor:innen wird man unterstellen, ein solcher Stil sei Ausdrucksmittel. Folglich verzeiht man ihnen auch Sätze über halbe und ganze Seiten. Sie aber schreiben für ein Fachpublikum. Ihre Leserschaft möchte schnell erfassen, worum es geht. Bandwurmsätze zerpflücken zu müssen, macht einfach keinen Spaß!

Von Anfang bis Ende – die Gliederung

Bevor Sie anfangen einen längeren Text zu schreiben, überlegen Sie sich einen „roten Faden“. Führen Sie Ihre Leser:innen in das Thema ein, anstatt „mit der Tür ins Haus zu fallen“. Bauen Sie den Beitrag logisch auf. Die wichtigsten Argumente stehen am Anfang oder am Schluss. Das Wichtigste fassen Sie in ein paar Schlusssätzen zusammen – oft werden aus Zeitmangel nur diese gelesen. Insbesondere, wenn Sie fürs Web schreiben, sind Zwischenüberschriften ein „Must-have“. Was steht im nächsten Absatz? Geben Sie Ihren Leser:innen ein Stichwort, worum es hier geht. Denn sie entscheiden in wenigen Augenblicken, ob der Abschnitt für sie interessant ist oder nicht. Helfen Sie ihnen bei dieser Entscheidung. Idealerweise halten Sie sie so bei der Stange, auch bei längeren Texten.

„Schreiben für 13-Jährige“

Wenn es Ihre Zeit respektive der Abgabetermin erlaubt, legen Sie Ihren Text jemanden vor, der wenig Ahnung von Ihrem Thema hat. Was manchmal mit „Schreiben für 13-Jährige“ bezeichnet wird, heißt übersetzt: Schreiben Sie so, dass auch Nicht-Fachleute verstehen, worum es hier geht. Das ist kein Widerspruch zur Aussage, dass Sie Ihre Zielgruppe kennen sollten und diese auch vom Fach sein kann. Aber kaum jemand ist mit Ihrem Thema so vertraut wie Sie selbst. Erwarten Sie nicht den gleichen Kenntnisstand von Ihrer Leserschaft. Einen Text mit Fachjargon vollzustopfen, ist daher kein Hinweis auf besonders hohe Qualität. Bei so manchen Texten entsteht eher der Eindruck, dass der Autor/die Autorin selbst nicht so genau weiß, worum es geht. Und einen Marketing-Text über Technik zu schreiben, bedeutet nicht, ein Datenblatt in Prosa zu gießen.

Orthografie-Check

Lohnt sich immer! Auch für Profis. Mittlerweile gibt es jede Menge Online-Tools, die man zurate ziehen kann (z. B. languagetool.org oder mentor.duden.de). Auch sie garantieren keine absolute Fehlerfreiheit, geben aber auch stilistische Tipps.

Fremdsprachen-Check

Dass Sie gebeten werden, Ihren Beitrag in englischer Sprache zu verfassen, ist in vielen Branchen heute selbstverständlich. Falls Sie lieber auf Deutsch schreiben, aber keinen Übersetzungsdienst an der Hand haben: Vorsicht vor der automatisierten Übersetzung durch kostenlose Web-Tools. So gute Dienste sie auch leisten mögen, mit Fachjargon tun sie sich in der Regel schwer. Mein Appell: Legen Sie Ihren fertigen Entwurf muttersprachlichen Fachkolleg:innen vor. Sie wissen genau, welche Fachtermini in der jeweiligen Landessprache verwendet werden, sodass es nicht zu Missverständnissen kommt.

TIPP: Laden Sie die kleine Checkliste als Leitfaden herunter – oder kontaktieren Sie mich. Ich unterstütze Sie gerne bei Ihrer Textarbeit!

Jutta Schüler
Autorin / Author